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Rauchwarnmelder

Rauchwarnmelder / Hintergrund

Rund 500 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland bei Bränden. 70 Prozent der Opfer trifft es laut Forum Brandrauchprävention nachts in den eigenen vier Wänden. Tödlich ist dabei meistens nicht das Feuer, sondern der Rauch. Etwa 95 Prozent der Brandtoten sterben an einer Rauchvergiftung, da der Geruchssinn während des Schlafes weitestgehend ausgeschaltet ist und Rauch daher nicht wahrgenommen wird. Drei bis vier Atemzüge können schon ausreichen, um an einer Rauchvergiftung zu sterben.

Rechtsgrundlage

Die Rauchwarnmelder-Pflicht wurde in § 49 Absatz 7 der Bauordnung NRW gesetzlich geregelt. Das Gesetz ist am 1. April 2013 in Kraft getreten und dient dem Schutz der sich in einer Wohnung aufhaltenden Personen.

Für wen gilt die Rauchwarnmelder-Pflicht?

Die Rauchwarnmelder-Pflicht gilt grundsätzlich für Vermieter, Mieter und selbstnutzende Eigentümer. Vermieter und selbstnutzende Eigentümer müssen Rauchwarnmelder in Wohnungen einbauen und den Betrieb sicherstellen. Defekte Rauchwarnmelder sind vom Vermieter zu ersetzen. Bereits vom Mieter installierte Rauchwarnmelder dürfen, wenn der Vermieter zustimmt, weiter benutzt werden. Der Vermieter muss dann die ordnungsgemäße Installation und Betriebsbereitschaft prüfen. Die dauernde Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder muß der unmittelbare Besitzer, also der selbstnutzende Eigentümer bzw. der Mieter, sicherstellen.

Welche Einbaufristen gelten (NRW)?

In Wohnungen, die bis zum 31. März 2013 errichtet worden sind (Bestand), müssen bis zum 31. Dezember 2016 Rauchwarnmelder installiert sein. Wohnungen, die ab dem 1. April 2013 errichtet worden sind / werden (Neubau), müssen grundsätzlich mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein.

Wo bzw. wie sind Rauchwarnmelder zu installieren?

Rauchwarnmelder müssen so angebracht werden, dass brandbedingter Rauch frühzeitig erkannt und signalisiert wird. Dafür muß Rauch den Rauchwarnmelder ungehindert erreichen können. In der Regel ist ein Rauchwarnmelder pro Raum ausreichend. Bei großen Räumen, bei verwinkelten Räumen oder langen Fluren sind ggf. weitere Rauchwarnmelder erforderlich. Die Rauchwarnmelder sind mittig im Raum an der Decke und mindestens 50 cm von Wand, Unterzug oder Einrichtungsgegenständen anzubringen. Rauchwarnmelder können mit Schrauben oder Klebepad an der Decke befestigt werden.

Welche Rauchwarnmelder dürfen eingesetzt werden? 

Es dürfen ausschließlich Rauchwarnmelder verbaut werden, die nach der DIN EN 14604 in Verkehr gebracht wurden und ein entsprechendes CE-Zeichen tragen. Zu empfehlen sind z. B. Geräte, die von Stiftung Warentest nach verschiedensten Kriterien getestet, und mit ausgezeichneten Gesamtnoten bewertet wurden. Vor allem auch die Montage und Inbetriebnahme der Geräte sollte beachtet werden, da sich der Aufwand je nach Bauart deutlich unterscheiden kann.

Kosten für die Installation von Rauchmeldern?

Für die Installation von Rauchwarnmeldern ist der Vermieter zuständig. Es handelt sich dabei um eine Nachrüstverpflichtung, die der Vermieter allerdings nicht zu vertreten hat. Die Kosten, die dem Vermieter durch die erstmalige Installation von Rauchwarnmeldern im laufenden Mietverhältnis entstehen, können im Rahmen der Modernisierungsmieterhöhung gem. § 559 BGB (insgesamt maximal 11 Prozent jährlich der für die Wohnung aufgewendeten Kosten) auf den Mieter umgelegt werden.

Wartungspflicht von Mietern und selbstnutzenden Eigentümern

Die Gesetzgebung sieht vor, daß die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder vom unmittelbaren Besitzer der Wohnung, also durch den Mieter bzw. durch den selbstnutzenden Eigentümer sicherzustellen ist. Dazu gehören auch die regelmäßige (jährliche) Funktionsprüfung und die Wartung.